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Theaterstück "Ursache und Wirkung"

Details

Vergangene Woche wurde an der NSMS Matzen das Theaterstück "Ursache und Wirkung" gespielt, bei dem die beiden Darsteller Daniel Micheel und Lila Gürmen die Schüler aller Klassen gekonnt an das Thema Gewalt heranführten.

Aufgeteilt in 2 Gruppen (1.+ 2. Klassen sowie 3. und 4. Klassen gemeinsam) wurden unsere Schüler so altersadäquat mit dem sehr heiklen, jedoch leider allseits gegenwärtigen Thema Gewalt konfrontiert. Neben der Nachbesprechung des erlebten Theaterstücks (die SchülerInnen sahen nämlich nicht nur zu, sondern waren dazu eingeladen, mitzumachen, zu urteilen und vor allem mitzudenken) mit den KlassenvorständInnen rundete ein einstündiger Workshop mit Daniel Micheel persönlich, der auch der Autor des Stückes ist, die Begegnung mit dem Thema Gewalt ab.

Hier kurz zum Inhalt des Stückes:

Chris kommt nach 17 Jahren Gefängnis und Psychiatrie an den Ort seines Verbrechens zurück, um etwas aufzulösen, um Frieden zu finden.
Während er die damalige Schlägerei - Folgen katastrophalen Ausmaßes führen bis in die Gegenwart - im Geist nochmals erlebt, wird er von Karo beobachtet, die eines seiner Opfer war. Im Gegensatz zu Chris, erkennt sie IHN sofort, während er sie erneut kennen lernt und sich mit ihr für den nächsten Tag verabredet.
Karo bleibt allein auf der Bühne und erzählt dem Publikum ihre Geschichte aus eigener Sicht - dass sie durch ihn ihr Kind verloren hat und Jahre lang an den Rollstuhl gefesselt war. Und dass ein anderer Junge seinetwegen den Rest seines Lebens im Rollstuhl verbringen muss.
Sie verlangt, dass Chris nochmals gerichtet werde – diesmal hier und jetzt vom Publikum, von dem sie sich mehr Härte und Konsequenz erwartet, als der Gesetzgeber damals gezeigt hatte. Was sind schon 17 Jahre Sühne gegen das Leid, das er verursacht hat. Jetzt müsse man ihn auslöschen.
Als Chris zur Verabredung erscheint, schlägt ihm eine Welle von Feindseligkeit entgegen. Auch er sucht sich Unterstützung beim Publikum.
Im Lauf der Verhandlung erfährt man Details, die Karo verheimlicht hat. Und in Anlehnung an die Ringparabel von Gotthold Ephraim Lessing erzählt Chris die tausendjährige Geschichte zweier Familien, die durch Rache und Gegenrache wie durch einen Fluch mit einander verbunden sind. Und das bis zum heutigen Tage...
Dem Publikum wird auf diese Weise die Verantwortung übertragen, nun über Chris zu richten.

(Quelle: http://www.theater-nemesis.at/stuecke_ursache2.htm)

Das Theaterstück hat unsere SchülerInnen also dazu eingeladen, etwas aktiv zu ändern, indem man sich eine eigene Meinung bildet, kritisch hinterfragt und nicht durch Gefühle wie Mitleid oder Hass verwirren lässt, ohne wirkliche Fakten und Geschehenes zu kennen.

Gewaltprävention ist nicht nur Sache des Elternhauses, sondern sollte überall ein Thema sein, wo Menschen aufeinander treffen - so natürlich auch in der Schule.

Den vielen verschiedenen Arten von Gewalt kann aber nur entgegengewirkt werden, wenn unsere SchülerInnen darüber Bescheid wissen - sei es körperliche oder verbale Gewalt, Gewalt im virtuellen Raum, selbst erlebte oder auch "nur" miterlebte Gewalt an anderen...

Ganz egal, welche Gewalt stattfindet -  Gewalt ist nicht okay, zu diesem Schluss kamen unsere Schüler einstimmig.

HIER einige Fotos von der Aufführung

   
© SMS Matzen